Bella Italia Plastica

Mai 31, 2009

Endlich, endlich war ich in Italien! Pompeji stand zwar nicht auf dem Ausflugsprogramm, was mich sehr interessiert hätte, doch sah ich viele bunte pittoreske Häuser. Ich gab mich wenigen Minuten dem Dolce Vita hin und spazierte durch eine romantische Gasse auf eine lichte Piazza. Aber merkwürdig: Die Cafés kaum belebt, keine Tauben weit und breit und die antiken Säulen klangen auf Klopfzeichen seltsam hohl. Es war doch bloß meine Fantasie, die mich ins echte Italien versetzte während ich durch das Bella Italia Plastica streifte. Die Einkaufspassage „Weimar Atrium“ bietet im Obergeschoss das tolle Plastik-Italiengefühl. Sehr praktisch: Dieses Italien liegt nur 25 Kilometer von Erfurt entfernt und ist preisgünstig zu erreichen. Man darf dort nur nicht in einen Frust-Kaufrausch verfallen, wenn man doch lieber im echten Italien wäre. Mir konnte das heute an einem Feiertag Gott sei Dank nicht passieren. Gott sei Dank blieb ich auch weitgehend unbeobachtet bei meinem schwärmerischen Italienausflug.

Weimar Atrium

Das Weimar Atrium in Weimar. Foto: Susanne Kay

Post von Gérard

Mai 13, 2009

Die wohl erstaunlichste Post meines Lebens zog ich heute aus meinem Briefkasten: Zwischen der Wahlbenachrichtigung, Werbung und einem weiteren Brief entdeckte ich den Umschlag mit den albernen französischen Briefmarken. Die Marken mit Micky-Maus und Donald-Konterfei hatte ich vor 29 Tagen selbst als Rückporto auf den Umschlag geklebt und fast nicht daran geglaubt, sie je wieder zu sehen. Doch Gérard hat geantwortet! Ich hatte ein nicht sehr hochwertiges Foto beigelegt. Ein Motiv, das ich vom Fernsehbildschirm abfotografiert hatte. Doch zurück erhalten habe ich mehr als ich für möglich gehalten hätte: Neben meinem Foto mit persönlicher Widmung hat er zwei weitere Fotos beigefügt. Einmal in Farbe, einmal schwarz-weiß. Das Farbfoto enthält die Widmung „Pour Suzanne Amities Merci G. Depardieu“. Das heißt: „Für Susanne herzliche Grüße Danke G. Depardieu“. Ein mit höchster Wahrscheinlichkeit echtes Autogramm von Gérard Depardieu mit persönlicher Widmung nun mein Eigen nennen zu dürfen, ist spannend. Ein solches mit dem Zusatz „Merci“ erhalten zu haben, ist seltener. Ich schrieb ihm ein paar Gedanken in gequältem Französisch: Sterben, Kampf, Monster, Gefühle, Ambivalenz, Leere, Konfrontation, Abgrund, Einsamkeit, Schwärze, Flucht nach vorn, Traurigkeit, Glück, Liebe und Angst sind die Versatzstücke. Mir bleibt zu sagen: Merci Gérard!

autogr_depardieu

Sex and the Taxi

Mai 9, 2009

Ob mein Testosteronspiegel zu hoch ist? Oder sonst etwas nicht mir mir stimmt? Jedenfalls fragte ich mich das an der Kasse als ich den Actionfilm bezahlte. Mein Blick fiel auf die DVD, die der junge Mann nach mir schon auf den Tresen gelegt hatte: Irgendwie rosa und mit dem Titel Sex and the City. Worum es da genau geht, weiß ich nicht, weil ich das nie angeguckt habe. So’ne Frauensachen halt. Glauben wir fest daran, dass der junge Mann die DVD seiner Mutti zum Muttertag gekauft hat. In meinem Film Taxi geht es um einen Taxifahrer aus Marseille.  Daniel’s Taxi ist mit einigen James-Bond-Features ausgestattet. Damit lässt es sich ordentlich durch die Gegend heizen. Stets in guter Mission eilt Daniel seinem Freund von der Polizei, Emilien, zur Hilfe. Und jeder Fahrgast erlebt die unkonventionellste Taxifahrt seines Lebens. Für mich bitte lieber Taxi in the City…