Senfmotive

November 26, 2008

Frage mich, wieviel Senf man so in seinem Leben verspeist. Dem Gläser-Sammelsurium im Küchenschrank nach müssen es zig Liter von der gelben Paste sein. Nicht gezählt der Senf aus Tütchen, Tuben und Eimern. Ob der Thüringer, weil er viel Bratwurscht mit Senf futtert, im Vergleich einen höheren Verbrauch hat als der bundesdurchschnittliche Bürger? Warum eigentlich macht Senf angeblich dumm? Und warum müssen manche immer ihren Senf dazu geben? Früher hat die Mutti das Senfglas mit Biene Maja drauf gekauft. Oder mit Kicher-Ernie und Bert. Nachdem die Mutti den Senf endlich aufgegessen hatte, war’s ein tolles Trinkglas geworden. Im Küchenschrank stapeln sich heute zweigeschossig die motivlosen bauchigen Senfgläser. Erwachsene essen offenbar nur noch motivlos Senf. Ein Grund mehr das nächste Mal wieder zum bunten Senfglas mit breit grinsenden Sponge Bob darauf zu greifen.

Verkehrserziehung

November 16, 2008

Zur Kindererziehung gehört die Verkehrserziehung. Wie wichtig das ist, zeigt dieses Beispiel: Eine Mutter erreicht mit ihrem Kind eine Straßenkreuzung. Die Ampel zeigt auf Rot. Die Mutter mit ihrem Kinde bleibt vorschriftsmäßig stehen und fragt das Kind, warum sie denn jetzt stehen bleiben mussten: „Weil es blau ist“, sagt der kleine Junge. „Welche Farbe ist das?“, fragt die Mutter halb entsetzt. Dem Jungen fiel dann schnell ein, dass die Ampel auf Rot steht. Die Antwort, um welche Farbe es sich handelt, als die Ampel auf Grün sprang, ist mir entgangen. Vielleicht hat die Mutter den Jungen auch nicht danach gefragt…aus Sorge ob einer möglichen „Rot-Grün-Blindheit“ ihres Sohnes.

Steuerzahler aufscheuchen

November 6, 2008

Weshalb erst den Einkommensteuerbescheid übersenden, wenn man den Steuerzahler gleich mit einer Vollstreckungsankündigung aufscheuchen kann! So muss es sich das Finanzamt Erfurt gedacht haben. Acht angeblich unbezahlte Posten reiht die Drohung auf, die ich aus meinem Briefkasten zog in Erwartung, endlich den Einkommensteuerbescheid für 2007 erhalten zu haben. Angeblich bin ich Einkommensteuer schuldig geblieben. Weiterhin Vorauszahlungen für 2008, auch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer habe ich angeblich noch nicht bezahlt. Garniert das Ganze mit Säumniszuschlägen und zusammenaddiert eine Summe, die geeignet ist, den Steuerschuldner ehrlich zu beunruhigen. Ein Anruf bringt nach einer halbwegs schlaflosen Nacht Klarheit. Der Computer des Geldamtes sagt, dass ich gar nichts schuldig bin. Da freute ich mich schon. Ob die jetzt vielleicht überhaupt nix mehr haben wollen von meinem Geld? Natürlich weit gefehlt. Wer arbeitet, der muss Steuern zahlen. Und die Bankenmisere. Offenbar handelt es sich aber um ein Versehen. Das mit der Vollstreckungsankündigung meine ich. Jetzt darf ich auf ein Schreiben hoffen, das die Vollstreckungsankündigung für Null und nichtig erklären wird. Und auf meinen Steuerbescheid für 2007. Zahlen muss ich’s ja doch. Ohne Säumniszuschlag. Froh kann ich da sein. Auch darüber, dass ich noch nicht meine neue lebenslange Steuernummer – elfstellig – angeben musste. Der Schriebs mit der Nummer ist mir nämlich beim Papieresortieren unerreichbar unter’s Sofa gerutsch.