Entenfamilie getroffen

September 19, 2008

Dachte mir, ich geh’ mal ‘ne kleine Runde spazieren, um den Kreislauf etwas auf Trab zu bringen. Am Wasser begegnete mir eine Entenfamilie. Die Entchen waren im Gegensatz zu mir ziemlich auf Trab. Getrieben von starker Strömung zum Einen, von Hunger zum Anderen. Erst paddelte ein plüschiges Entenkind ans Ufer. Fiepend stieg es aus dem Wasser, watschelte auf mich zu und schaute mich erwartungsvoll an: „Du bist ja niedlich, aber ich habe nichts“, musste ich dem kleinen Federvieh leider mitteilen. Plötzlich sah ich mich vier weiteren fiepsigen Jungenten gegenüber und dachte schon, neue Freunde gefunden zu haben. Im Hintergrund aber schnatterte die Entenmama die Küken zurück, erfahren darin, wo etwas zu holen ist und wo nicht. Eines nach dem anderen plumpsten die Entchen ins Wasser zurück. Die starke Strömung schob die Entenfamilie weiter über das Wasser. Getrieben vom Hunger.

Pink Floyd ist tot

September 16, 2008

Der ruhige Mann von Pink Floyd ist still gegangen. Richard Wright starb Montag an Krebs. Im Halbschlaf vernahm ich die Meldung heute Morgen ungläubig aus meinem Radiowecker. Mein Lieblings-Pink-Floyd-Mann. Der, der am Keyboard für die einzigartig atmosphärischen Klänge gesorgt hat. Für feine Details. Den Bekanntheitsgrad eines Roger Waters oder David Gilmour erreichte er nie. Aber er war unverzichtbar und ein prägender Teil der Band. Die Korona. Mit ihm stirbt auch Pink Floyd. Das nie offiziell verkündete Ende der Band dürfte mit dem Tode Wrights besiegelt sein. Mindestens aber die Hoffnung vieler Fans, die Band möge sich noch einmal für ein neues Album zusammentun.  Shine on you Crazy Diamond!

Handschuhe gewünscht

September 15, 2008

Mein einziger Wunsch heute Morgen auf dem Fahrrad waren Handschuhe. Ist das kalt geworden! Eben noch Sommer, schon ist es Herbst. Muss das aber so schnell gehen? Gerade war es doch noch annähernd dreißig Grad warm. Obwohl: Die gefüllten Lebkuchenherzen in den Supermarktregalen hatten den Temperatursturz  ja schon seit Ende August angekündigt. Ich hätte es also wissen müssen. Die dickere Weste hatte ich angezogen. Meine Arme waren nur durch die Pulloverärmel bedeckt. Das ging gerade so. Die Hände froren gefühlt zu Eis. Offenbar war ich nicht die einzige Zimperliese auf dem Rad bei einstelliger Außentemperatur. Mir kam glatt eine Frau entgegen geradelt, die tatsächlich Handschuhe trug. Und das Mitte September. Die Tristesse draußen entspricht auch eher einem Novembertag, das Kältegefühl einem frostigen Januartag. Wie gut, dass die Heizung funktioniert. So kann man wenigstens die Zimmertemperatur auf sommerliche Grade zurückdrehen.