„Hast du dir die Nummer für gelbe Pflaumen gemerkt?“, fragt die junge Kassiererin. „514“, ruft ihr die Kollegin von der gegenüber liegenden Kasse zu. Während sie die Pflaumen abwiegt kommt mir der Gedanke, wie viele Zahlen man sich doch merken muss im täglichen Leben. Nervös gebe ich die Geheimzahl meiner Bankkarte ins Registriergerät ein. Hoffentlich richtig und ohne Zahlendreher. Und nicht mit der Nummer der anderen Geldkarte verwechseln. Der Vorausschauende kennt auch in Zeiten elektronischer Telefonregister im Handy die wichtigsten Telefonnummern auswendig. Für den Fall, dass er seine Handy-PIN vergisst. Wem die Rufnummer fehlt, der kann die Auskunft anrufen. Verwählt. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Zahlenbürokratismus: Ausweisnummern, Steuernummern, Kontonummern, Kreditkartennummern, Versicherungsnummern, Hausnummern, Aktennummern, Listennummern, Registrierungsnummern, E-Nummern, Servicenummern, IP-Nummern, Autonummern, DIN-Nummern, Identifizierungsnummern. Aneinandergereiht würden die persönlichen Nummern eine lange Schlange ergeben. Ziehen Sie eine Nummer und stellen Sie sich hinten an! Wie war noch gleich die Nummer für gelbe Pflaumen?

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