K(l)assenpatient
Juni 18, 2008
Nach einer Stunde Wartezeit ist es soweit. „Guten Tag“. Arzt und Schwester gucken mich flüchtig an. „Bitte den Rücken frei machen und die Schuhe ausziehen“. Es folgt eine kurze Fleischbeschau des Arztes in steriler OP-Bekleidung. Ich denke mir, der sieht aus wie ein Schlachter. „Sie legen sich bitte auf den Bauch und halten den Kopf unten“. Kaltes Zeugs wird auf meinen Rücken gesprüht. Dann piekst es doch unerwartet heftig. Der Schlachter sagt was von „dünner Haut“. Ich klammere mich an den Kopf der Liege, sehe nur den weißen Papierüberzug der Liege. Der Arzt fängt an zu schneiden, um etwas Gewebe zu entnehmen. Für ihn Routine, ich bin derweil innerlich ängstlich in heller Aufregung, jederzeit Schmerzen erwartend. Und doch nur ein Stück Fleisch auf der Liege. Der Arzt näht zu. Ein komisches Gezuppel ist das Nähen. Dann gibt es Pflaster auf die Wunde. „Donnerstag zum Verbandwechsel kommen und noch eine halbe Stunde in der Praxis warten“, sagt der Chirurg. Ich warte. Die operierten Stellen brennen schon etwas. Der Schwester an der Anmeldung bezahle ich noch 41 Euro und verabschiede mich. Ich, der K(l)assenpatient. Wie so viele.








Juni 22, 2008 um 9:02 Uhr nachmittags
Das einzige Problem, dass ich in dieser Geschichte sehe ist, dass du offensichtlich ahnungslos zu einem Arzt gehst und ihn irgendwas machen lässt, ohne darüber informiert worden zu sein. Weisst du heut eigentlich, was er damals gemacht hat und wozu? oder hattest du dich damals etwa doch geirrt und bist versehentlich in Tattoo-Studio nebenan geschlendert?
Die Geschicht oben ist totaler Quatsch, ich seh keinen Zusammenhang zur Überschrift. Mal angenommen, das oben beschriebene war ein geplanter termin für einen geplanten eingriff, der am ende dann irgendein ergebnis erbrachte - was ist dann an dem ablauf so schlimm? das es schnell ging?
Juni 23, 2008 um 2:31 Uhr nachmittags
Deine abwertende Art der Kommentierung finde ich unverschämt und nicht konstruktiv. Selbstverständlich habe ich nicht “irgendwas machen lassen”. Natürlich weiß ich, was der Arzt gemacht hat und wozu er es gemacht hat. Es war nicht nur “angenommen” ein Termin für einen geplanten Eingriff, sondern nichts anderes. Ich habe auch nichts anderes beschrieben als einen Besuch beim Arzt und meine Eindrücke wieder gegeben. Ich habe die Geschichte “K(l)assenpatient” genannt. Ich trage keine Tattoos.
Juni 24, 2008 um 10:19 Uhr vormittags
Mich fröstelt schon beim Lesen des “Schlachthausberichtes”… ;-)
Als Patient hilflos ausgeliefert… in einer 3-Klassen-Medizin. Obwohl für einen “Mercedes” im Gesundheitswesen bezahlt, ist die Gegenleistung nicht mal einen “Dacia” wert… auf der Strecke bleibt das Wichtigste: Die vertrauensvolle Beziehung Patient-Arzt.
Juni 24, 2008 um 9:18 Uhr nachmittags
Ab sofort hat der Gesetzgeber Warnschilder vorgeschrieben:
http://www.einfach-uebel.com/wp-content/uploads/2008/06/vorsicht-kassenarzt.jpg
Wo es K(l)assenpatienten gibt, da ist auch ein K(l)assenarzt